Der Mann ist 21 Jahre alt und spielt gerade seine erste Bundesligasaison, kam aber im Sommer mit der Referenz einer Silbermedaille von der Junioren-WM in Mazedonien nach Nordhorn. Steffen Weinhold gilt als großes Talent. Mit 17 Jahren war er bereits Zweitligaspieler in Erlangen, jetzt verschafft er Weltmeister Holger Glandorf auf der Position im rechten Rückraum Entlastung. Und das offenbar so gut, dass Bundestrainer Heiner Brand ihn jüngst zum Länderspiel gegen die Schweiz einlud, wo Weinhold sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab. Darüber und über vieles mehr sprach er mit Arnulf Beckmann.
Und? Gut zu Recht gekommen mit dem Bundestrainer?
Weinhold: Sehr gut zu recht gekommen. Aber das war doch alles völlig normal und nichts Besonderes. Der Tagesablauf mit Training, Essen und Ruhezeiten war wie bei einem ganz normalen Spiel.
Ehrlich?
Weinhold: Nun ja, natürlich ist es etwas ganz Spezielles, für die Nationalmannschaft zu spielen. Dieses Trikot des DHB überzustreifen ist schon toll. Aber die Bedeutung des Freundschaftsspiels gegen die Schweiz war im Vergleich zu vielen anderen Spielen nicht so hoch.
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Wie sehr hat Ihnen Ihr Teamkollege Holger Glandorf geholfen?
Weinhold: Das war schon klasse und hilfreich. Wir sind gemeinsam angereist, und er hat mir schon auf dem Weg einige Tipps gegeben. Seine Unterstützung hat mir bei meinem Debüt sehr geholfen.
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Ihr erstes Erstligajahr hat Ihnen schon richtig viel zu bieten gehabt: das erste Ligaspiel, das erste Europacup-Spiel und nun auch noch das Debüt in der Nationalmannschaft. Mit der Entwicklung bisher müssten Sie doch eigentlich zufrieden sein.
Weinhold: Als ich anfangs hierher kam, wusste ich nicht wirklich, was auf mich zukam. Aber ganz, ganz viel hat sich hier positiv entwickelt. Vor allem sportlich. Die Mannschaft spielt eine richtig gute Runde, die Stimmung ist riesig und die Arbeit macht hier richtig Spaß. Das letzte halbe Jahr hielt jede Menge neue Eindrücke für mich bereit.
Was möchten Sie denn am Ende dieser Saison erreicht haben?
Weinhold: Es ist doch ganz schwer, konkret zu sagen, was man am Ende der Saison erreicht haben möchte. Auch wenn es eine Floskel ist: Wir werden Spiel für Spiel konzentriert angehen, sodass wir in der Schlussphase der Saison, die allmählich eingeläutet wird, immer wieder die 100 Prozent erreichen. So gilt gegenwärtig – nach dem tollen Sieg in Magdeburg – meine ganze Konzentration dem heutigen Gegner, den Rhein-Neckar-Löwen. Erst danach denke ich wieder an den Europacup.
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Das Handball-Magazin hat Sie auserkoren, um exemplarisch für eine neue Handball-Generation über Sie zu berichten. Sie stehen eine Saison lang unter Beobachtung der Medien. Spornt Sie das an?
Weinhold: Ich finde das schön, wenn mein Werdegang verfolgt wird. Aber darüber denke ich natürlich nicht besonders viel nach. Ob mich das anspornt? Sicher, aber ich bin ohnehin ein hochmotivierter Mensch.