Handball Bundesliga Männer : 30. Spieltag in der TOYOTA Handball-Bundesliga

_POSTEDBY Jörg Holländer (jhollaender) on Monday, 21. April 2008
Handball Bundesliga Männer

Spitzenteams geben sich keine Blöße
Die Spitzenteams der TOYOTA Handball-Bundesliga gaben sich in den Samstagsbegegnungen des 30. Spieltages keine Blöße und gewannen sämtlichst ihre Spiele. Gleich die ersten sechs Teams der Bundesligatabelle fuhren am gestrigen Nachmittag doppelte Punktgewinne ein, weshalb es im Kampf um die Deutsche Meisterschaft und um die begehrten Europacup-Plätze keinerlei Verschiebungen gab. Die SG Flensburg-Handewitt, die ihr Heimspiel gegen MT Meslungen deutlich mit 43:25 (20:10) gewinnen konnte, bleibt somit weiterhin Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung vor dem Titelverteidiger THW Kiel. Die Kieler ihrerseits räumten mit dem TBV Lemgo, den sie 32:27 (15:12) bezwangen, einen dicken Brocken aus dem Weg und können am kommenden Mittwoch bei noch einem ausstehenden Nachholspiel wieder an den Flensburgern vorbeiziehen.

Dritter bleibt der HSV Hamburg, der vor 8.000 Besuchern in der Color Line Arena den abstiegsgefährdeten TuS N-Lübbecke mit 38:25 (16:14) bezwang und seinen Platz in der Champions League in der kommenden Saison fast sicher hat. Eine Halbzeit lang konnte der Gast aus Ostwestfalen mithalten und durfte noch beim Seitenwechsel von der Überraschung träumen. Doch nach der Halbzeit sorgten vor allem Lindberg mit insgesamt acht Treffern und Yoon mit sechs Toren für ein deutliches Ergebnis.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelt sich gegenwärtig im Kampf um Platz vier, der möglicherweise ebenfalls zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Während sich die HSG Nordhorn, die wegen der schlechteren Tordifferenz punktgleich mit den Rhein-Neckar Löwen auf dem fünfte Rang liegt, ihrer Auswärtsaufgabe bei HBW Balingen/Weilstetten locker mit 28:24 (15:12) entledigte, sah es für die Löwen lange Zeit nicht so gut aus. Im Heimspiel gegen den wiedererstarkten SC Magdeburg liefen die Gastgeber vor mehr als 10.000 Besuchern in der SAP-Arena lange Zeit einem Rückstand hinterher. Noch zwölf Minuten vor dem Ende führte das Team von Michael Biegler mit zwei Treffern, um sich am Ende dann doch mit 25:27 geschlagen geben zu müssen.

Eine große Chance, sich ein wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen, verpasste der Wilhelmshavener HV. Im Heimspiel gegen die HSG Wetzlar kamen die Niedersachsen über ein enttäuschendes 27:27 (12:14) nicht hinaus. Das Ergebnis ist ais Wilhelmshavener Sicht umso ärgerlicher, weil das Team von Trainer Klaus-Dieter Petersen sechs Minuten vor dem Ende beim Stande von 25:20 bereits mit fünf Toren führte und den Ausgleich zwei Sekunden vor dem Ende kassierte. Mit nur einem Erfolg aus den vergangenen 19 Spielen bleibt der WHV weiterhin Tabellenletzter, der Platz zum Klassenverbleib ist dennoch nur einen Punkt entfernt.

Im Treffen der beiden Traditionsvereine VfL Gummersbach und Frisch Auf Göppingen in der Kölnarena hatten vor rund 6.500 Besuchern die Oberbergischen am Ende mit 34:29 (17:15) die Nase vorn.