THW Kiel : THW mit Transfer-Option auf estnisches Riesentalent Mait Patrail

_POSTEDBY Jörg Holländer (jhollaender) on Wednesday, 30. April 2008
THW Kiel

Rückraumspieler mit Ausstiegsklausel bei den Kadetten Schaffhausen
Der THW Kiel bastelt weiter an einer sportlich rosig bleibenden Zukunft: Der deutsche Rekordmeister sicherte sich die Transferrechte ab Juli 2010 für das estnische Supertalent Mait Patrail. Der 20-jährige Rückraumspieler unterschrieb jüngst einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2011 beim Schweizer Spitzenclub Kadetten Schaffhausen - mit einer exklusiven Ausstiegsklausel für den THW, der sich an der Ablösesumme an Patrails Heimatverein Pölva Serviti beteiligt.
Schon lange hatte man in Kiel seine Fühler nach dem 1,98 Meter großen und 94kg schweren Rechtshänder ausgestreckt, der bereits als 18-Jähriger im Oktober 2006 bei einem Probetraining Noka Serdarusic zu beeindrucken wusste.

Mittlerweile ist ganz Handball-Europa auf das estnische "Jahrzehnt-Talent", das in seiner Heimat trotz junger Jahre bereits als Volksheld mit großer Zukunft gilt, aufmerksam geworden: Bei der U19-EM 2007 in Göteborg wurde Patrail mit 79 Treffern Torschützenkönig und zudem als bester Halblinker in das All-Star-Team berufen. In den letzten beiden Partien um die Baltische Meisterschaft erzielte der aus einer Handballerfamilie stammende Este insgesamt 30 Treffer für Pölva Serviti und verhalf seinem Verein zum erstmaligen Sieg in der Baltischen Liga. Als Pölva in der vergangenen Saison im EHF-Pokal bis ins Achtelfinale vorstoßen konnte, gelangen Mait Patrail in acht Partien unglaubliche 92 Tore.
Bei den Kadetten Schaffhausen soll Mait Patrail nun auf höchstem internationalen Niveau mitspielen. Der Schweizer Serienmeister steht kurz vor der erneuten Titelverteidigung und plant dank weiterer hochkärätiger Neuzugänge wie Daniel Buday (Rhein-Neckar Löwen), Iwan Ursic (HSV Hamburg) und Steven Larsson (Haslum HK) in der kommenden Spielzeit für die Zwischenrunde der Champions League. Nicht auszuschließen also, dass sich die Wege Patrails und der Zebras bereits in der kommenden Saison kreuzen werden.