41:28 (19:28)-Heimsieg gegen die Füchse Berlin
Im vorletzten Heimspiel der Saison siegt der HSV Handball vor 8.528 Zuschauern in der Color Line Arena 41:28 (19:12) gegen die Füchse Berlin. Die Hamburger sichern somit ihren zur Teilnahme an der EHF Champions League berechtigenden dritten Tabellenplatz in der TOYOTA Handball-Bundesliga. Vor den abschließenden zwei Spieltagen hat der HSV Handball vier Punkte Vorsprung gegenüber den Rhein-Neckar Löwen auf Platz vier sowie eine um 43 Treffer bessere Tordifferenz. Hans Lindberg war im Spiel gegen den Hauptstadt-Klub neunmal erfolgreich und damit bester Hamburger Werfer. Der Berliner Konrad Wilczynski erzielte elf Treffer.
Guillaume Gille mit 1000. HSV-Saisontor
Zehn Minuten lang gestalteten die Berliner Füchse das TOYOTA Handball-Bundesligaspiel gegen den HSV Handball vor 8.528 Zuschauern in der Color Line Arena ausgeglichen. Dann begannen die Hamburger, sich kontinuierlich abzusetzen. Das 6:4 in der 11. Minute durch HSV-Kapitän Guillaume Gille war der 1000. Treffer der Hanseaten in der laufenden TOYOTA HBL-Saison. Aus der konzentrierten Defensive erspielte sich der HSV immer wieder Chancen zu Tempogegenstößen und zog so den Berlinern davon. Pascal Hens erzielte mit dem 9:5 (15. Minute) seinen 150. HBL-Treffer in der aktuellen Spielzeit. Über 12:6 (18.) baute der HSV seine Führung weiter auf 17:11 (27.) aus. Ein gut aufgelegter Petr Stochl im Berliner Tor verhinderte eine höhere Pausenführung für den HSV, so ging es mit 19:12 in die Kabinen. Hans Lindberg überzeugte mit fünf Treffern, davon zwei per Siebenmeter.
Hamburg feiert Kantersieg
Die Hamburger machten so konzentriert weiter, wie sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten. Vier HSV-Treffer in Folge schraubten das Ergebnis von 22:16 (36.) auf 26:16 (40.). Diesen Zehn-Tore-Vorsprung erhöhten die Hanseaten zwischenzeitlich auf dreizehn Tore (33:20, 48.). Am Ende war es ein Kampf mit offenem Visier zwischen beiden Teams. Der HSV siegte mit 41:28. Zu dem deutlichen Sieg trug Keeper Johannes Bitter mit einer Glanzleistung bei: Er überzeugte mit elf abgewehrten Bällen. Zudem war Bitters achte Parade in der Partie gegen Christian Caillat (27.) gleichzeitig seine 500. für den HSV. Bester Hamburger Werfer war Hans Lindberg mit neun Toren, darunter zwei Siebenmetern. Erfolgreichster Schütze der Partie war Berlins Konrad Wilczynski mit elf Treffern. Der HSV hat nach dem Sieg alle Trümpfe für eine neuerliche Champions League-Teilnahme in der nächsten Saison in der Hand.
HSV Hamburg:
Bitter (12 Paraden, 1.-51.); Müller (2 P., 51.-60.); Sandström (1/1 P., für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 9/2, B. Gille 8, Yoon 6/3, Lijewski 5, Hens 4, G. Gille 3, Ursic 2, Grimm 2, Torgovanov 1, Schult 1
Füchse Berlin:
Stochl (9 P., 1.-47.); Vortmann (5/1 P., 47.-60.);
Wilczynski 11/6, Strand 4, Kubisztal 3, Richwien 3, Detlof 2, Bult 2, El Fakharany 1, Jaszka 1, Caillat 1, Schumann, Stelmokas, Hartensuer n.e., Boese n.e.
Siebenmeter: 5/6 – 6/7 (Lindberg scheitert an Vortmann – Sandström pariert gegen Wilczynski)
Strafminuten: 1 – 7 (G. Gille – Strand 2x, Bult, El Fakharany, Stelmokas, Detlof, Caillat)
Spielfilm:
1:0 (1.), 2:1 (3.), 3:2 (6.), 4:3 (8.), 5:4 (10.), 7:4 (12.), 8:5 (13.), 9:5 (15.), 10:6 (16.), 13:6 (19.), 14:7 (20.), 15:7 (21.), 15:9 (23.), 16:10 (24.), 16:11 (26.), 17:12 (28.), 19:12 (30.)
19:13 (32.), 20:14 (34.), 21:15 (35.), 22:16 (36.), 26:16 (40.), 26:17 (40.), 27:17 (41.), 28:18 (42.), 29:19 (44.), 30:20 (45.), 33:20 (48.), 33:21 (50.), 34:21 (51.), 34:23 (51.), 36:23 (54.), 37:24 (56.), 38:24 (56.), 38:26 (58.), 39:27 (58.), 40:27 (59.), 40:28 (60.), 41:28 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Vor einer tollen Kulisse haben wir vom Anpfiff an Druck gemacht. Da hat man gemerkt, das es ein guter Tag werden kann. Nach 20 Minuten kam etwas Sand ins Getriebe. Berlins Torhüter Stochl ist ein hervorragender Mann, der uns einige Bälle genommen hat. In der zweiten Halbzeit haben wir konzentriert gearbeitet. Es freut einen Trainer besonders, wenn jeder Spieler ein Tor gemacht hat.“
Johannes Bitter (Spieler HSV Hamburg): „Es war eine große Motivation für uns zu wissen, wie Berlin gegen Kiel gespielt hatte. Der Trainer hat uns gewarnt. In der ersten Halbzeit haben wir den Grundstein für den Sieg gelegt und aggressiv dagegengehalten. In der zweiten Hälfte lief es dann wie von selbst. Wir haben den Fans im vorletzten Heimspiel noch einmal ein schönes Spiel gezeigt.“
Jörn-Uwe Lömmel (Trainer Füchse Berlin): „Das Ergebnis war enttäuschend, aber auch ein wenig erwartet. Wir sind noch nicht so weit, innerhalb so kurzer Zeit gegen zwei Spitzenteams mitzuhalten. Ich bin enttäuscht, weil wir nicht genug dagegengehalten haben. Wir haben nie unsere spielerische Linie gefunden. Wir haben unser Saisonziel erreicht und waren deswegen müde.“