TBV Lemgo : TBV beschreitet neue Wege - Kooperation mit AVWF

_POSTEDBY jhollaender (jhollaender) on Thursday, 28. August 2008
TBV Lemgo

Der TBV Lemgo beschreitet in seinem Trainingsalltag neue Wege und setzt dabei auch auf neue Methoden abseits des Spielfeldes. Seit dieser Saison besteht eine Kooperation mit Ulrich Conrady, dem Entwickler der AVWF-Methode, der unter anderem auch die deutsche Handball-Nationalmannschaft betreut, und mit dessen Methode bereits Daniel Stephan oder Markus Baur in der Vergangenheit großen Erfolg hatten.
Was steckt hinter AVWF, das die Abkürzung für „Audio-Visuelle Wahrnehmungs-Förderung“ ist? Im Prinzip hört sich die Methode relativ einfach an, die Umsetzung und Entwicklung indes ist hoch speziell: Durch Schallmodulation wird das Gehirn angeregt und das autonome Nervensystem wieder in Balance gebracht. Erst dadurch ist im menschlichen Organismus ein gesunder Wechsel von Wachen und Schlafen, von Anspannung und Entspannung, von Arbeit und Erholung möglich. Die positive Beeinflussung des autonomen Nervensystems wirkt sich auch auf das Lernvermögen aus: Das Gehirn wird „schneller“.
Ohne aktives Üben erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der die Informationen im Gehirn verarbeitet werden können.

Die Methode hat im Trainingsalltag des TBV bereits Einzug gehalten. Im Trainingslager in Neuruppin wurde die Basis für die nächsten Anwendungen gelegt. Jeder Spieler hat in zehn einstündigen Sitzungen die ersten Erfahrungen mit der AVWF-Methode gemacht und etliche Spieler haben bereits positives Feedback gegeben. „In Neuruppin war jedoch für alle Spieler die gleiche Musik hinterlegt, die Individualisierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt“, erklärt TBV-Trainer Markus Baur.
Beachtliche Erfolge bei der Anwendung dieser Methode erzielte unter anderem auch Daniel Stephan, der nach seiner Schulterverletzung zunächst überhaupt nicht mehr in Tritt kommen wollte. „Nach meiner Schulteroperation konnte ich nicht mehr richtig schlafen.
Markus Baur gab mir dann den Tipp, mit Herrn Conrady darüber zu sprechen. Dieser machte mit mir einen Test und gab mir ein Paar Kopfhörer, um eine Stunde lang Musik zu hören. Bereits nach der zweiten von geplanten zehn Musikstunden konnte ich viel besser schlafen – ich fühlte mich wie neugeboren – und meine Leistungen im Handball verbesserten sich ständig“, ist Stephan seit damals begeistert von den Erfolgen.
Die Erwartungshaltung beim TBV formuliert Trainer Markus Baur: „Wir erwarten uns eine prosoziale Entwicklung, sprich eine Entwicklung des Teamgeistes, und eine hohe mentale Belastbarkeit. Zudem soll durch diese Methode eine Verbesserung der körperlichen und geistigen Wahrnehmung erzielt werden.“