Seit Jahren unterstützt HSG-Präsident Erwin Schierle den Freundeskreis Gerresheimer Krankenhaus e.V. – gemeinsam mit Geschäftsstellenleiter Wilhelm Zimmermann kam dem Unternehmer die Idee das das Gerresheimer Krankenhaus die Handballer der HSG Düsseldorf internistisch betreuen könnte. Manager Frank Flatten besiegelte gemeinsam mit Prof. Dr. Stephan Martin nun die Zusammenarbeit zwischen der HSG Düsseldorf und dem Sana-Krankenhaus Gerresheim.
„Ich freue mich sehr über die unbürokratische Hilfe. Diese Unterstützung ist nicht nur für die Betreuung unseres Kaders wichtig, vielmehr wird jede Verpflichtung zuvor auch internistisch durchleuchtet – mit einem bisher nicht unerheblichen Kostenfaktor für den Verein“, so Erwin Schierle.
„Hiermit wird unser Wunsch und die Forderung unseres Mannschaftsarztes Dr. Thomas Pauly erfüllt, eine ausreichende und ideale sportärztliche Betreuung unserer Sportler auch im internistischen Bereich erfüllt“, erklärt Frank Flatten. „Ich freue mich sehr, dass dieser Weg beschritten werden kann und nunmehr dank des Sana-Krankenhaus eine ideale Betreuung gewährleistet ist.“
Was ist das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum?
Das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ), das Anfang 2007 gegründet wurde, gehört zum Sana-Krankenhaus Gerresheim der Sana Kliniken Düsseldorf. Im WDGZ werden zum einen Personen mit der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) betreut, zum anderen werden auch allgemeine Gesundheits-Checks angeboten. Beim Diabetes-Management wird besonders Wert auf die nicht-medikamentöse Therapie Wert gelegt. So kann man beim sogenannten Typ 2 Diabetes durch eine Gewichtsabnahme und vermehrte Bewegung Diabetesmedikamente einsparen. Bei frühzeitiger Diagnose kann diese Erkrankung sogar in einigen Fällen in die Vorstufe zurückgedrängt wird. In ausgeprägten Stadien kommen neben einer Vielzahl an Medikamenten moderne Insulintherapieregime zur Anwendung. Bei komplizierten Fällen oder schweren Komplikationen hat das WDGZ auch die Möglichkeit im Sana Krankenhaus Gerresheim eine stationäre Behandlung von Patienten mit Diabetes durchzuführen.
Welche Gesundheits-Checks werden im WDGZ angeboten?
Das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) bietet ein umfassendes Vorsorgeprogramm mit einem besonderen Augenmerk auf Risikofaktoren für Herz-/Kreislauferkrankungen an. So wird bei den Spielern der HSG zuerst in einem ausführliches Gespräch die bisherigen Erkrankungen und die aktuelle Situation analysiert wird. Es schließen sich nach einer körperlichen Untersuchung ausführliche Blut- und Urinanalysen sowie verschiedene Ultraschalluntersuchungen und Belastungstests an. Der im WDGZ angebotene Gesundheits-Check ist in der Regel nach 2 Stunden durchgeführt.
Warum wird die Handballmannschaft der HSG im Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum untersucht?
Da sich die Spieler der HSG täglich bewegen und sehr gesund ernähren ist das Risiko für die Entwicklung eines Diabetes verschwindend gering. Jedoch gibt es eine Vielzahl an Erkrankungen, an denen man über viele Jahre erkrankt sein kann, ohne es zu merken oder gar Beschwerden zu haben. So können Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall neben Diabetes auch durch Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte verursacht werden. Alle diese Risikofaktoren führen meist zu keinen Beschwerden – man fühlt sich komplett wohl. Häufig werden diese Erkrankungen das erste mal diagnostiziert, wenn Komplikationen aufgetreten sind. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen bei jedem sinnvoll.
Wer leitet das WDGZ?
Das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum wird von Professor Dr. med. Stephan Martin, einem der führenden Spezialisten für die Behandlung des Diabetes und Experten für die Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen geleitet. Er ist Internist, Endokrinologe und Diabetologe und hat nach dem Studium der Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität an der Harvard Universität in Boston, USA, gearbeitet. Bis Ende 2006 war er leitender Oberarzt der Deutschen Diabetes-Klinik in Düsseldorf. Seine aktuellen Forschungsarbeiten befassen sich u.a. damit, wie Betroffene motiviert werden können, durch Änderungen des Lebensstils Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen zu behandeln. Dazu hat er die Stiftung "Motivation zur Lebensstil-Änderung" mitgegründet, deren Kuratoriumsvorsitzender er ist.