Um 11:55 Uhr hatten die Mitarbeiter des TuS N-Lübbecke inklusive Teammanager Zaltko Feric einen Grund zur Freude. Ein gut gelaunter und sich bester Gesundheit erfreuender Michal Jurecki betrat die Räume in der Geschäftsstelle der „Rot-Schwarzen“. „Ich freue mich immer, wenn ich Michal sehe. Er ist ein sehr lustiger und positiver Mensch“, beschreibt Feric die Charaktereigenschaften des 23-jährigen. Bevor Feric dem „Rückraumshooter“ allerdings seine neue Ausrüstung überreichte, musste Michal ausführlich von seinen Erlebnissen bei den Olympischen Spielen in Peking berichten. Auf den zweiten Peking-Fahrer – Artur Siodmiak – müssen die Lübbecker noch bis Sonntag warten. Der Kreisläufer unterzog sich am Mittwoch im polnischen Danzig einem ambulanten Eingriff an der Leiste und wird damit zumindest für das Pokalspiel in Varel ausfallen.
TuS-Trainer Patrik Liljestrand muss in seinem ersten Pflichtspiel auch definitiv auf die Dienste von Christian Hildebrand (Knöchelverletzung) verzichten. Ein dickes Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Michele Skatar (Knöchel) und Branko Kokir (Sehnenentzündung Fuß). Kapitän Kokir, der heute seinen 34. Geburtstag feiert, bekam von ärztlicher Seite nur für Kurzeinsätze grünes Licht. Skatar hat am Mittwoch wieder mit leichtem Jogging begonnen. Es bleibt abzuwarten, ob die medizinische Abteilung den Linkshänder bis zum Samstag fit bekommt. Gute Nachrichten gibt es hingegen von Oliver Tesch zu vermelden. Der Kreisläufer hat seine Schulterverletzung auskuriert und wird in Varel auflaufen können.
Trotz der zahlreichen Verletzungen freut sich Cheftrainer Liljestrand auf das Pokalspiel. „Die gesunden Spieler haben sehr gut trainiert. Wir sind physisch und psychisch in einem guten Zustand. Die Mannschaft brennt darauf, dass es endlich losgeht“, berichtet der 42-jährige. Vor der HSG Varel hat Liljestrand großen Respekt. „Das wird Samstag ein schwieriges Spiel. Varel ist sehr heimstark und hat in der vergangenen Saison viele große Mannschaften Zuhause geschlagen“, weiß der Schwede um die Stärke der HSG. „Wir müssen vor allem in der Abwehr gut spielen und dann schnell umschalten, damit wir einfache Tore erzielen“, lässt sich Liljestrand ein wenig in die Karten gucken.
Lars Friedrich hat in der vergangen Saison gute Erfahrungen mit der HSG Varel gemacht. „Wir haben in Varel mit Achim/Baden um fünf Tore gewonnen. Wenn wir den starken Keeper Dannigkeit nicht warmwerfen, sehe ich gute Chancen, dass wir das Spiel auch gewinnen werden“, so der Neuzugang. Nach den ersten sechs Wochen beim TuS N-Lübbecke fühlt sich Friedrich rundum wohl. „In Achim war ich voll berufstätig und hatte nur vier Mal pro Woche Handballtraining. Hier in Lübbecke trainieren wir 8-9 Mal pro Woche. Das kommt meinem Ziel - Handball-Bundesliga - zu spielen natürlich sehr viel mehr entgegen.“
Die Personallage ist zwar angespannt, trotzdem wird es beim TuS N-Lübbecke keine Nachverpflichtungen geben. „Die Schwere der einzelnen Verletzungen ist nicht vergleichbar mit letzter Saison“, erklärt Zlatko Feric und ergänzt „ich bin optimistisch, dass wir spätestens gegen Emsdetten alle Spieler an Bord haben werden.“
Zum Glück hatte sich in Michal Jurecki der erste Akteur schon am Donnerstag um 11:55 Uhr zurückgemeldet.