Wilhelmshavener HV : WHV reist am Sonntag zu Eintracht Hildesheim

_POSTEDBY jhollaender (jhollaender) on Saturday, 30. August 2008
Wilhelmshavener HV

Für den Wilhelmshavener HV steht am kommenden Sonntag das erste Saisonspiel bevor. Eine Woche vor dem offiziellen Saisonstart in Bremervörde am 6. September steht zunächst die erste Runde im DHB-Pokal auf dem Programm. In dieser muss der WHV zur Eintracht nach Hildesheim reisen, wo man sich am Sonntag um 17.00 Uhr in der Sparkassen Arena gegenüber steht.
So hat der WHV auch aufgrund der neuen Mannschaft eine intensive Vorbereitung durchlaufen. Dabei lag das Hauptaugenmerk darauf, dass sich das neue Team findet, einarbeitet und einspielt, damit am Ende die linke Hand weiß, was die rechte tut. Diesen Prozess hat die Mannschaft mit Erfolg während der Vorbereitung durchlaufen, so dass dadurch auch der Blick von Manager Dieter Koopmann optimistisch in die Zukunft gerichtet ist. Jedoch hat der Verein aus der 1. Liga auch noch Altlasten in Form von Verletzungen mitgenommen, die sich sowohl auf die Vorbereitung als auch die jetzige Situation auswirken. So hat Christian Köhrmann aufgrund einer Bänderverletzung den überwiegenden Teil der Vorbereitung gefehlt und Tobias Schröder wird dem WHV erst wieder in zwei Monaten zur Verfügung stehen. Zudem fehlte dem Team aufgrund seiner Olympiateilnahme Renato Rui, der morgen wieder zum Team stoßen wird.

Trotz dieser Tatsachen verlief die Vorbereitung aus Sicht von Trainer Klaus-Dieter Petersen ordentlich: Auch im Hinblick auf die zehn neuen Spieler haben sich die Jungs während dieser Vorbereitung gefunden und sind schon als Einheit recht gut zusammengewachsen, die nun am Sonntag vor ihrer ersten Aufgabe steht. Dabei bemüht Klaus-Dieter Petersen den Vergleich seiner Mannschaft mit jungen Rennpferden, die nun endlich an den Start gehen können, um in den ersten Rennen zu zeigen, was sie individuell und als Mannschaft schon leisten können. Dabei ist der WHV aus Sicht von Klaus Dieter Petersen erst bei einem Leistungsniveau von 75 Prozent, was jedoch auch aufgrund der neuen und noch verletzten Spieler normal ist. Die restlichen 25 Prozent wird man aber noch in den nächsten zehn Monaten bekommen. So wird sich das Leistungspotenzial sicherlich schon mit der Rückkehr von Renato Rui und Christian Köhrmann verbessern. Eine weitere Verbesserung wird dann in zwei Monaten mit der Rückkehr von Tobias Schröder gegeben werden. Dabei zeigt das Team schon jetzt immer im Training gute Arbeit, die dann in den bisherigen Spielen noch viel besser umgesetzt wurde. Jedoch ist die Mannschaft noch nicht so weit wie ein eingespieltes Team, was sich dann sicherlich speziell in den engen Spielsituationen zeigen wird.
Mit Eintracht Hildesheim trifft der WHV aus Sicht von Klaus-Dieter Petersen auf einen optimalen Gegner. So haben die Eintracht, ähnlich wie beim WHV, viele Leistungsträger verlassen und man muss in dieser Saison, wie der WHV, aus neuen Spielern erst ein Team und eine Einheit formen. Daher hat der WHV am Sonntag nichts zu verlieren, sondern kann eigentlich nur gewinnen. Dabei wird sich jedoch unserer Mannschaft mit Hildesheim ein Gegner präsentieren, der mit Georgi Nikolov über einen starken Mann auf der Rückraummitte verfügt, der gleichzeitig der Kopf der Mannschaft ist. Zudem hat die Eintracht mit Marvin Nartey und Matthias Struck zwei wurfgewaltige Rückraumspieler, die durch den starken dänischen Linksaußen Michael Hoffmann ergänzt werden. Auf der Torwartposition ist die Eintracht zudem mit dem starken Neuzugang Dennis Klockmann und den beiden jungen deutschen Spielern Andreas Stange und Christoph Trinks gut besetzt.
Jedoch wird der WHV am Sonntag mit Angriffshandball über 60 Minuten versuchen, die Eintracht unter Druck zu setzen, um dann am Ende eine Runde weiter zu kommen. Dafür muss der WHV aber die in den bisherigen Testspielen noch vorhandenen Leistungsschwankungen mit Hilfe von Disziplin minimieren. Daher wird es am Sonntag auch darum gehen, dass die Mannschaft sowohl im Angriff als auch in der Abwehr miteinander kooperiert, damit man am Ende siegreich vom Feld geht. Jedoch liegen davor 60 Minuten harte Arbeit, in denen man sicherlich nicht den Sieg geschenkt bekommt.
Am Sonntag wird sich also zeigen, ob der WHV den ersten Erfolg erringen kann oder ob die Eintracht aus Hildesheim im Pokal in die nächste Runde einzieht.