HSV Hamburg : Neue Behandlungsmethode bei Pascal Hens Schienbeinkopffraktur

_POSTEDBY jhollaender (jhollaender) on Saturday, 30. August 2008
HSV Hamburg

„Ich habe keine Schmerzen. Aber die nächsten sechs Wochen werdet Ihr noch Pommes an Krücken sehen. Ein Knochenbruch dauert eben seine Zeit“, beschreibt Pascal Hens seine derzeitige Situation nach der Schienbeinkopffraktur. Mit dem Ziel, den Heilungsverlauf zu beschleunigen, wird die Verletzung des 28-Jährigen ab sofort mit einer neuartigen Behandlungsmethode therapiert. In der Praxis von Dr. Oliver Dierk ließ sich Pascal Hens in die Bedienung des Gerätes Exogen Ultraschall einweisen.

Über eine Manschette um den linken Schienbeinkopf gibt das Therapiegerät punktgenau Ultraschallwellen mit einer Frequenz von 1,5 Megaherz bei einer Leistung von 30 Milliwatt ab. Dr. Dierk erklärt: „Die Ultraschallwellen stimulieren im Knochenspalt die Zellen, die an der Knochenheilung beteiligt sind. Es wird ein biomechanischer Prozess ausgelöst, die Knochenheilung aktiviert.“ Der Patient Pascal Hens kann die Behandlung, die einmal täglich für 20 Minuten erfolgen muss, selbst ausführen. „Der Doc hat es mir gezeigt. Es ist wirklich keine große Sache. Ich mache es, wenn ich zuhause auf der Couch liege“, so der Nationalspieler.

Nach Angaben des Herstellers smith & nephew beschleunigt die Behandlung den natürlichen Frakturheilungsprozess um ein Drittel. „Wir müssen dennoch nach wie vor davon ausgehen, dass Pommes dem Team bis zu fünf Monate fehlen wird“, hält jedoch Dr. Oliver Dierk fest.