Nach eindrucksvoller Leistung beim HSV Handball sollen am Samstag gegen Berlin erste Pluspunkte her
„Das Spiel in Hamburg hat Lust gemacht auf mehr – besonders auf das erste Heimspiel am Samstag gegen die Berliner Füchse“, sagte gestern der sportliche Leiter der HSG Wetzlar Rainer Dotzauer kurz nach der knappen 27:30-Niederlage in der Color Line-Arena. „Die Jungs haben sich prächtig verkauft“, lobte auch Trainer Volker Mudrow sein junges Team, obwohl er sich nach dem Schlusspfiff zunächst einmal kräftig geärgert hatte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler gemacht und dem HSV durch unseren zehnminütigen Durchhänger den Sieg auf dem Silbertablett serviert. Eine solche Tiefschlafphase dürfen wir uns am Wochenende gegen Berlin nicht noch einmal gönnen!“
Mudrow: „Wollen in dieser Saison heimstärker werden und damit gegen Berlin beginnen!“
Am Samstagabend empfangen die Domstädter um 19 Uhr die ambitionierten „Füchse“ in der RITTAL Arena, die dann wieder ordentlich gefüllt sein wird. „Allein 1.900 Besucher werden Dauerkarten oder VIP-Dauerkarten-Inhaber sein“, verrät Wetzlars Geschäftsführer Axel Geerken stolz, dass sein Verein in dieser Saison einen neuen vereinsinternen Rekord aufgestellt hat. „Wir sind guten Mutes in diesem Jahr noch die 2000er Marke knacken zu können.“
Mitentscheidend wird dabei jedoch auch die Leistung der Mannschaft sein, die sich für das Heimspiel gegen Berlin so einiges vorgenommen hat. „Vergangene Saison haben wir beim 32:32-Unentschieden gegen die Füchse hier zu Hause den Sieg fahrlässig verschenkt. Dieses Jahr sollen beide Punkte hier bleiben“, zeigt sich der israelische Rechtsaußen Avishay Smoler kämpferisch. „Wir wollen unseren tollen Zuschauern im ersten Heimspiel gleich einen Sieg schenken und damit ein Zeichen setzen!“ Nämlich jenes, dass die Mannschaft das Saisonziel ihres Trainers Volker Mudrow voll verinnerlicht hat. „Wir sollten nicht unbedingt einen bestimmten Tabellenplatz anpeilen. Wichtiger ist, dass wir den Klassenerhalt frühzeitig perfekt machen und vor allem deutlich heimstärker werden“, so der Coach. „Es muss uns gelingen auch mal Spitzenteams wie Lemgo, Flensburg oder die Rhein-Neckar-Löwen zu Hause zu schlagen. Den Anfang soll das Heimspiel gegen Berlin machen. Wir wollen unseren Zuschauern attraktiven Handball präsentieren und mit deren Unterstützung den ersten Sieg einfahren – auch wenn das schwer genug wird, denn die Füchse verfügen über sehr viel individuelle Klasse!“
"Berliner Füchse verfügen über sehr viel individuelle Klasse!"
So haben die Gäste, die das ambitionierte Ziel verfolgen, sich in den kommenden Jahren für den Europapokal zu qualifizieren, mit dem Österreicher Konrad Wilczynski den Torschützenkönig der abgelaufenen Bundesligasaison in ihren Reihen. Des Weiteren verfügt das Team von Trainer Jörn-Uwe Lommel mit dem Tschechen Petr Stochl über einen der besten Torhüter der Liga. Nicht zu unterschätzen ist auch der Berliner Rückraum, der mit dem Ex-Wetzlarer Christian Caillat, dem Norweger Kjetil Strand, Linkshänder Mark Bult und Spielmacher Bartlomiej Jaska sehr durchschlagskräftig besetzt ist.
„Berlin wird ein ganz harter Brocken“, weiß auch Routinier Volker Michel. „Es wird darauf ankommen in der Deckung gut zu stehen und das Tempospiel der Füchse zu unterbinden. Wenn uns das gelingt und wir unsere Angriffe ruhig und konzentriert abschließen, dann bin ich mir sicher, dass wir das Spielfeld am Ende als Sieger verlassen werden.“
Kreisläufer Sebastian Weber fällt nach Bänderverletzung gegen Hamburg länger aus!
Am Samstag nicht mit dabei sein wird neben Neuzugang Chen Pomeranz (Kreuzbandriss) auch Sebastian Weber. Der Kreisläufer hat sich in der ersten Halbzeit gegen Hamburg einen Bänderriss im linken Knie zugezogen, nachdem ihm HSV-Routinier Bertrand Gille bei einer Abwehraktion unabsichtlich in die Beine gestürzt war. "Die Ärzte haben den Innenbandriss und eine Knochenstauchung diagnostiziert. Das heißt für mich mindestens sechs bis acht Wochen Pause", so der 22-jährige, der noch Glück im Unglück hatte. "Am Kreuzband ist glücklicherweise nichts!"
Es gibt noch Tickets im Vorverkauf und an der Abendkasse!
Für das erste Heimspiel der HSG Wetzlar gibt es noch Tickets an der Abendkasse. Diese ist bereits anderthalb Stunden vor dem Anpfiff, also ab 18.30 Uhr geöffnet. Reservierte Karten müssen bis mindestens 60 Minuten vor Spielbeginn abgeholt werden, ansonsten gehen sie zurück in den freien Verkauf.
Für die Zuschauer wird es zu Beginn der Saison auch einige Neuerungen in der RITTAL Arena geben. So müssen aus Sicherheitsgründen ab sofort Kinder ab 8 Jahren Eintritt zahlen. „Dafür haben wir aber entgegen anderer Vereine die Eintrittspreise stabil gehalten“, so Geschäftsführer Axel Geerken. Zudem wird es bei der HSG Wetzlar ab dieser Spielzeit einen weiteren exklusiven VIP-Bereich geben – den „VIP Premium Club“, in der Ebene 2. Neu ist auch das moderne Drehbanden-System im Schwenkbereich der Fernsehkameras, die auch in der aktuellen Saison wieder regelmäßig Bilder aus der RITTAL Arena in die deutschen Wohnzimmer übertragen werden.