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Ein kurzer Rückblick: Am 28.10.2008 haben Dr. Niels Ellwanger, Michael Keusgen und Thomas Vomfell als interdisziplinäres Team die Geschäftsführung der TUSEM HSB GmbH übernommen. Das einzige Ziel bestand darin, das Beste aus der schlimmen wirtschaftlichen Notlage zu machen. Das bedeutete zunächst den Gang in die unvermeidbare Insolvenz, mit den daraus resultierenden drastisch reduzierten Mitteln dennoch den Spielbetrieb bis zum Saisonende aufrecht zu halten und gleichzeitig einen Lizenzantrag für die zweite Bundesliga zu stellen, um den Absturz in die Oberliga zu vermeiden. Parallel dazu musste die sportliche Leitung des TUSEM ein neues Team für die kommende Saison um die wenigen verbliebenen Leistungsträger herum zusammenbringen. „Das war kein einfaches Unterfangen und schon gar kein Selbstläufer“, bemerkt Michael Keusgen der Sanierungsexperte in der Geschäftsführung. „Ganz entscheidend für das Gelingen war die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Insolvenzverwalter Professor Dr. Jens Schmittmann und uns“, betont Thomas Vomfell stellvertretend für die Geschäftsführung. Somit konnten die Interessen der Gläubiger bestmöglich vertreten und gleichzeitig die zukunftsgerichteten Belange des Handballvereins konsequent verfolgt werden. „Unseren Plan B können wir jetzt in der Schublade lassen“ schmunzeln heute die Geschäftsführer. Natürlich gilt der besondere Dank auch den Spielern und dem Trainer, die bis zum Ende durchgehalten haben. Nach dem Insolvenzantrag Anfang November 2008 konnte es kein anderes Ziel als den geordneten Rückzug in die 2. Bundesliga geben. „Dieses Ziel ist nun erreicht, wir werten die Lizenzerteilung für die zweite Bundesliga als riesigen Erfolg. Wir haben den totalen Absturz verhindert und fühlen uns eher wie ein Aufsteiger. Unsere sportlichen Ambitionen im nächsten Jahr bestehen darin, die Klasse zu halten. Eine solide und kontinuierliche Weiterentwicklung haben wir uns vorgenommen, wir wollen wieder in die 1. Liga, aber das braucht Zeit“, so gibt Manager Stefan Hecker die Marschroute für die nächsten Spielzeiten aus. Diese Strategie wird auch von Dr. Niels Ellwanger vertreten, der klare Worte für die Zukunft findet: „Wir werden von unserer Linie nicht abweichen, d.h. wir werden wirtschaftlich professionell agieren, nicht mehr ausgeben als wir einnehmen können und damit nie wieder riskieren, in eine wirtschaftliche Schieflage oder gar in eine Insolvenz zu geraten.“ Das K onzept lautet also weiterhin auf die eigene Jugend und auf die Spieler aus der Region zu setzen. Damit wird der TUSEM nicht den schnellen Erfolg erzielen, dafür aber kontinuierlich und solide arbeiten können. „Und nur so werden wir dauerhaft erfolgreich sein“, ist sich Ellwanger denn auch sicher. Dass diese Arbeit auch weiterhin auf die Zustimmung der Fans und Sponsoren stoßen wird, da sind sich alle einig. |
