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By: jhollaender (jhollaender) 2009.05.24

„Avishay hat sich bei der unglücklichen Aktion das Sprungbein im rechten Fuß getrümmert“, diagnostizierte Dr. Kettrukat. „Es kann durchaus passieren, dass dies bei Röntgen-aufnahmen nicht zu sehen ist. Erst die Computertomographie hat uns letztlich sicher gemacht.“ Für Smoler bedeutet dies, dass er in den kommenden sechs bis zehn Wochen seinen rechten Fuß nur schwach belasten darf. Ob der Trümmerbruch operiert werden muss, darüber entscheiden am kommenden Montag Dr. Kettrukat und ein Fuß-Spezialist in Frankfurt.

„Ich bin wirklich schockiert und kann es noch gar nicht glauben, dass ich jetzt etwa fünf Monate pausieren soll“, so die erste Reaktion Smolers, dem seine Mannschaftskameraden noch auf der Busfahrt nach Dormagen telefonisch gute Besserung wünschten. Für Smoler ist es bereits die zweite schwere Verletzung in seiner Zeit bei der HSG Wetzlar. Ende der vergangenen Saison hatte der 24jährige wegen schmerzhaften Rückenproblemen mehrere Wochen pausieren müssen.

„Wie damals werden wir Avishay unsere volle Unterstützung zukommen lassen, damit er so schnell wie möglich wieder auf die Füße kommt“, verrät der Sportliche Leiter Rainer Dotzauer. „Wie wir alle ist Avi jetzt sicherlich geschockt, aber er hat eine positive Einstellung und wird auch diese Situation meistern. Ich hoffe, dass wir ihn dann schon im Oktober wieder spielen sehen dürfen. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass er bei unserer medizinischen Abteilung in den besten Händen ist!“

In den verbleibenden zwei Saisonspielen wird nun Peter Jungwirth Smoler auf der Rechtsaußen-Position ersetzen. Unter Interimstrainer Zoran Djordjic hatte der gebürtige Schwabe zuletzt mehr Spielanteile und unter anderem im Bundesliga-Spiel gegen den THW Kiel mit vier blitzsauberen Toren bewiesen, dass er mehr als ein Vertreter des Israelis sein kann. Als „Back-up“ auf Rechtsaußen rückt zudem Eigengewächs Timo Ludwig aus der Oberliga-Mannschaft in den Bundesligakader auf.

„Auch wenn uns die Verletzung von Avishay unheimlich Leid tut, dürfen wir jetzt nicht Trübsal blasen, sondern müssen nach vorne schauen. Es gilt in den verbleibenden zwei Bundesligaspielen Punkte zu sammeln, um in der Tabelle möglichst noch ein paar Plätze gut zu machen und sich von den Fans und Sponsoren ordentlich aus der Saison zu verabschieden“, so Dotzauer, der darauf hofft, das Coach Djordjic im Heimspiel gegen Magdeburg am kommenden Wochenende zumindest wieder auf Sven-Sören Christophersen (Wadenzerrung) und Alois Mraz (Leistenprobleme) zurückgreifen kann.

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