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By: jhollaender (jhollaender) 2009.05.24

Der Klassenunterschied der individuell stark besetzten Gäste wurde schnell deutlich, doch der TUSEM präsentierte sich hellwach und nachdem Patrick Wiencek zum 5:6 (14.) verkürzt hatte, beantragte Löwen-Trainer Wolfgang Schwenke seine Mannschaft zu einer ersten Auszeit. Die Nachlässigkeiten, die sich das Team in der Arena „Am Hallo“ leistete, machten eine frühe Auszeit notwendig.

Die Löwen räumten nun über die Außenbahn ab, Niklas Ruß traf schnell zum 5:7, und auch die Deckung steigerte sich nun und zwang die Szargiej-Sieben zu Würfen aus ungünstigen Wurfpositionen. Zudem steigerte sich Slawomir Szmal und so rollte ein schneller Gegenangriff nach dem anderen auf das Essener Tor zu. Nach dem siebten Gegenstoßtor zum 5:14 durch Ruß (25.) war für klare Verhältnisse gesorgt.

TUSEM-Coach Kristof Szargiej beorderte nun sein Team zur Besprechung, um den Abwärtstrend vor der Pause noch einmal zu stoppen und die Mannschaft neu einzustellen. Pasqual Tovornik und Evgeny Vorontsov durften sich nun auf der rechten Angriffsseite versuchen. Den sechsten Treffer erzielte jedoch Ciaran Williams aus dem linken Rückraum. Insgesamt hielten die Gastgeber in der Partie nun wieder mit, beim Stand von 8:17 wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Seitenwechsel verkürzte der TUSEM durch drei Tore in Folge schnell zum 11:17 (32.). Nachdem Pasqual Tovornik mit seinem dritten Treffer zum 16:21 (38.) verkürzt hatte, sah Löwen-Coach Schwenke erneuten Gesprächsbedarf, doch insgesamt fehlte den Löwen am Ende einer langen Saison der richtige Biss. Einzig Niklas Ruß wusste treffsicher vom linken Flügel zu gefallen. Der Youngster traf mit seinem siebten Tor zum 17:23 (40.).

Der TUSEM spielte weiterhin munter mit, auch wenn die Löwen jederzeit noch einen Zahn zulegen konnten. Nach Tovorniks Treffer zum 16:21 (45.) legte man kurzerhand einen kleinen Zwischenspurt ein und zog profitierend von einer Sonderbewachung Tovorniks durch Sigurdsson durch drei Treffer in Folge auf eine beruhigende acht Tore Führung davon.

Die Kräfte begannen bei den tapfer kämpfenden Gastgebern zu schwinden, die Zahl der technischen Fehler stieg. Kristof Szargiej entschied sich zehn Minuten vor dem Ende zu einer letzten Auszeit, um das Team zu Luft kommen zu lassen. Oliver Roggisch war es gegen seinen ehemaligen Verein vorbehalten die Führung beim 23:33 (52.) erstmals in den zweistelligen Bereich zu schieben. Sechs Minuten vor dem Ende durfte dann auch Daniel Krueger weitere Bundesligaerfahrung auf dem linken Flügel sammeln. Am Ende siegten die Löwen zwar souverän mit 27:40, doch der TUSEM hat sich gut vor heimischen Publikum präsentiert und erwartet nun im letzten Heimspiel der Saison den Deutschen Meister aus Kiel zum Stelldichein.

TUSEM ESSEN – RHEIN-NECKAR LÖWEN 27:40 (8:17)

TUSEM:
Kulhanek, Maiß
Prieto, Hruscak 1, McMillan, Tovornik 4, Vorontsov 3, L. Krüger 3, Williams 2, McDermott, Mohr 1, Schütte 6, Wiencek 7, D. Krueger

RN LÖWEN:
Szmal, Fritz, Baur
Gensheimer, Roggisch 1, Bielecki 4, Schwarzer 5, Filip 3, Jurasik 2/1, Ruß 7, Klimovets 3 , Fäth 1, Sigurdsson 12/3, Groetzki 2

Strafminuten: 8 / 4
Siebenmeter: 0/1 ; 4/8
Schiedsrichter: Dedens/Geckert (Magdeburg)
Zuschauer: 1967

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