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By: jhollaender (jhollaender) 2009.05.30

Nach dem 29:28-Sieg im Hinspiel in Slowenien ist die Ausgangsposition für den VfL nicht schlecht, doch eingefahren ist die Ernte noch lange nicht. „Es ist sicher ein Vorteil, dass das Rückspiel zu Hause stattfindet und wir die Zuschauer im Rücken haben, doch eine Garantie, dass wir auch den Pott holen, ist das nicht“, mahnt VfL-Geschäftsführer François-Xavier Houlet. Gorenje Velenje sei ein sehr starker Gegner, „das haben sie im Hinspiel gezeigt“. Zudem kann das Team von Trainer Ivica Obvran ohne Druck antreten, denn das größte Saisonziel hat Velenje schon erreicht: Am Donnerstagabend gewann die Mannschaft das Spitzenspiel in der Liga mit 26:24 in Koper und sicherte sich den slowenischen Meistertitel. „Velenje hat Celje und Koper hinter sich gelassen und ist souverän slowenischer Meister geworden. Das zeigt, wie stark die Mannschaft ist“, sagt Houlet. Der VfL dürfe den Gegner keinesfalls unterschätzen, doch bei allem Respekt für die Stärke der Slowenen, sprächen die Vorzeichen für die Oberbergischen: „Wir haben ein Tor Vorsprung, alle Spieler sind gesund, die Halle wird voll – bei dieser Ausgangsposition müssen wir den Pott holen. Ansonsten müssen wir klaglos zugeben, dass Velenje das bessere Team ist“, so der VfL-Geschäftsführer.

Auch VfL-Coach Sead Hasanefendic warnt vor der Stärke von Velenje: „Das ist unbestritten eine Spitzenmannschaft, die von ihrer Qualität her mit dem oberen Tabellendrittel der deutschen Handballliga mithalten könnte. Es wird ein ganz, ganz schweres Spiel“, weiß der Coach. Seine Mannschaft sei jedoch für das Duell um den Pokal gewappnet. „Ich spüre bei meinen Spielern eine hohe Motivation und Konzentration. Zudem sind sie sich ihrer Verantwortung bewusst, die sie dem Verein und den Fans gegenüber haben“, sagt Hasanefendic, der mit der bisherigen Trainingswoche sehr zufrieden ist. „Die Stimmung ist hervorragend, alle trainieren mit Laune und Leidenschaft und fiebern dem Montag entgegen. Auch den angeschlagenen Spielern geht es deutlich besser“, erzählt der Trainer, der auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir gerade beim Saisonhöhepunkt alle Spieler an Bord haben“, sagt Hasanefendic.

Um den Pokal nach Gummersbach zu holen, müsse seine Mannschaft genauso gut spielen wie im Hinspiel „und dazu noch die Chancenauswertung verbessern“. Eine Sonderbewachung für den bosnischen Mittelmann Adnan Harmandic, der im Hinspiel elf Tore erzielte, plant Hasanefendic nicht. „Er ist ein sehr guter Spieler und er wird sicher ein gutes Spiel machen, aber ich glaube nicht, dass er noch einmal elf Tore gegen uns wirft. Man darf nicht vergessen, dass fünf von seinen elf Toren aus Siebenmetern resultierten“, sagt Hasanefendic, der Harmandic noch aus seiner Zeit als Trainer der bosnischen Nationalmannschaft kennt.

Der VfL-Trainer glaubt nicht, dass seine Mannschaft dem Siegesdruck nicht standhalten wird. „Wir können Geschichte schreiben, das ist für uns Motivation und Ehre, aber keine Belastung. Wir haben schon durch den Einzug ins Finale etwas Tolles erreicht, daher können wir auch befreit aufspielen und das Spiel genießen.“ Und sollte doch ein Spieler Nervosität „vor dem wichtigsten Tag der Saison“ haben, hat Hasanefendic noch einen Rat parat: „Wir brauchen keine Angst zu haben, denn wir sind nicht allein. Über 10.000 Zuschauer werden auf unserer Seite stehen und uns Sicherheit geben“, sagt der Trainer.

Bisher sind rund 11.000 Karten für das Finale verkauft. Karten gibt es noch bei allen Filialen von Kölnticket, in der Geschäftsstelle des VfL Gummersbach (Schützenstraße 10) und bei der LANXESS arena. Unter www.vfl-gummersbach.de sowie www.ticketonline.com können die Karten auch im Internet bestellt werden. Die Tageskassen der LANXESS arena werden am Pfingstsonntag ab 16.30 Uhr geöffnet sein.

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